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Energie mit Verantwortung: Erstes “Utschtal”-Kraftwerk im Detail

Beitrag von Pia Vejnik • 07.07.2017 • 09:59
Energie mit Verantwortung: Erstes “Utschtal”-Kraftwerk im Detail

Utschtal Kraftwerke hat sich dem Thema Energiewende mit Leib und Seele verschrieben und will 400 steirische Haushalte mit grünem Strom versorgen. Nun wurde bei "Utschbach" bereits die Entsandungsanlage fertig montiert!


Grüne Energie aus der Region

Dass Österreich ein Land der Wasserkraft ist, ist kein Geheimnis. Seit vielen Jahrzehnten setzt die wasserreiche Alpenrepublik auf diese saubere und emissionsfreie Form der Stromerzeugung. Besonders Kleinwasserkraftwerke – von welchen es 3.100 gibt – vereinen wirtschaftliche und ökologische Vorteile: Beispielsweise können durch die Nutzung von Kleinwasserkraft jährlich etwa 6 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. 

Mit dem Programm “Energiestrategie 2025” will die Steiermark einer der Vorreiter in puncto erfolgreiche Energiewende werden. Bis zum Jahr 2025 soll die Hälfte des steirischen Energiebedarfs aus heimischen, erneuerbaren Energiequellen kommen – wobei Wasserkraft natürlich eine bedeutende Rolle spielt. 

Das Unternehmen Utschtal Kraftwerke AG hat es sich zum Ziel gesetzt, künftig mehr als 400 Haushalte in der Steiermark mit grünem Strom aus Kleinwasserkraft zu versorgen. Hierbei wird insbesondere auf die Tatsache Wert gelegt, dass die Kraftwerke im Einklang mit der Natur stehen und somit ökologisch vertretbar sind. Insgesamt ist die Errichtung von drei Kleinwasserkraftwerken in der Steiermark geplant. Eines davon befindet sich aktuell bereits im Bau; auf die beiden weiteren – Freßnitzbach und Miesenbach – besteht eine Kaufoption. 


medved circle

„Wasserkraft ist die älteste und ausgereifteste Technik zur Produktion von Elektrizität. Die Energiegewinnung findet unabhängig von Tageszeit, Witterung und Jahreszeit statt. Zudem sind die Kraftwerke sehr langlebig und können länger als 100 Jahre genutzt werden. Die Amortisationszeit des Kraftwerks am Utschbach liegt bei etwa elf Jahren.“

Dr. DI Norbert Medved, Technische Leitung & Planung


Kleinwasserkraftwerk Utschbach

Aktueller Fortschritt: Das steirische Utschtal ist nicht nur Namensgeber der Firma, sondern auch Standort für das bereits in Bau befindliche Kleinwasserkraftwerk. Es wurde vergangene Woche bereits die Entsandunganlage fertig montiert:

(Impressionen zum Baufortschritt beim Kraftwerk "Utschbach")

Details zum Kraftwerk

Hierbei handelt es sich um ein Ausleitungskraftwerk. Die Wasserfassung ist mittels einer Tiroler Wehr ausgeführt. Darunter versteht man eine feste Wehr, die insbesondere für Gebirgsbäche mit großem Grobgeschiebetrieb und starkem Gefälle entwickelt wurde. Die Tiroler Wehr dient nur in geringem Ausmaß der Wasserstauung; vielmehr dient es zur Wasserentnahme und Weiterleitung an eine Turbine einer Wasserkraftanlage. Das im Vorbecken und im Entsander zurückgehaltene Geschiebe wird durch eine Spülöffnung wieder in das Fließgewässer zurück geleitet. 

Die Druckrohrleitung verläuft fast ausschließlich auf öffentlichen und geradlinig verlaufenden Weggrundstücken, die vom Krafthaus direkt zum Fassungsbereich führt. Der Höhenunterschied hat eine Bruttofallhöhe von 44,63 Meter. 

Das Krafthaus wird am südwestlichen Randbereich der Liegenschaft Derler errichtet.
Die Stromerzeugung erfolgt mit einer Pelton-Turbine. In der Pelton-Turbine strömt das Triebwasser in einem Strahl mit sehr hoher Ge- schwindigkeit aus einer oder mehreren tangential zum Umfang des Laufrades angeordneten Düsen auf die Schaufeln des Laufrades. Jedes der bis zu 40 Schaufelblätter ist durch eine scharfe Kante – die so genannte Mittelschneide – in zwei annähernd halbkugelförmige Halbschaufeln geteilt, die sogenannten Becher. In der Mitte der Schneide trifft der Wasserstrahl aus den Düsen tangential auf. Die Becher haben die Funktion, das Wasser in die entgegengesetzte Richtung umzulenken, damit die kinetische Energie nach dem Prinzip von Actio und Reactio an das Laufrad abgegeben werden kann. 

Die Ausbauleistung beträgt 122 Kilowatt und wird in das örtliche Stromnetz eingespeist. Der Trafo befindet sich circa 35 Meter vom Krafthaus entfernt. Die Rückleitung des Triebwassers in den Utschbach erfolgt über einen etwa 58 Meter langen Freispiegelwasserkanal. 


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